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St. Anna in Schondorf am Ammersee

Kloster Dießen errichtet 1499 die einheitlich spätgotische Kirche
in exponierter Lage über Schondorf. Sie steht im ehemaligen Ort
Oberschondorf.


Im 17./18. Jahrhundert wird der Innenraum barock umgestaltet. Der Altar aus Stuckmarmor ist bemerkenswert. Er stammt wahrscheinlich aus der 1803 abgebrochenen Kirche von Wessobrunn und wird Franz Schmuzer aus Wessobrunn zugeschrieben. Schmuzers Vater Johann gilt als einer der Begründer der Wessobrunner Stuckateurschule.

Die Mitte des Altars nimmt eine Gruppe der heiligen Anna ein. Als Matrone hält sie die kleine Maria im einen und das Jesuskind im anderen Arm.

Das weithin sichtbare Turmoktogon wird erst 1716 gebaut. Die ursprünglichen Dachschindeln werden 1929 durch ein Kupferdach ersetzt. Vier alte Glocken (die älteste trug die Jahreszahl 1567) werden 1942 eingeschmolzen. Nach dem zweiten Weltkrieg werden drei neue Glocken aufgehängt.

Ursprünglich ist es eine Kirche des „heiligen Martin“. Um 1750 wird sie der „heiligen Anna“ geweiht.

1950 wird die Kirche durch Toni Roth umfassend renoviert. Dabei wird ein Deckenfresko des 18. Jahrhunderts frei gelegt, das wahrscheinlich im 19. Jahrhundert übermalt worden war.

Um die Kirche herum liegt ein Friedhof mit einigen sehr alten Grabsteinen. Er ist von einer Mauer und Häusern umgeben. Hier ruhen auch viele Menschen, die in der Schondorfer Geschichte auftauchen. Ein spätgotischer Bildstock an der Nordseite St. Annas wurde aus St. Georgen (Dießen) hierher versetzt.